28. Januar 2026
Ausblick auf die Intralogistik für 2026 von Stefan Weisshap, CEO von Inther Group Deutschland:
Wenn ich auf das Jahr 2026 blicke, sehe ich einen Markt, der zwar noch nicht dynamisch wächst, sich aber spürbar stabilisiert und anzieht. Insbesondere im DACH-Gebiet, aber auch darüber hinaus, nehmen wir bei Inther wahr, dass Unternehmen wieder strategischer denken. Investitionsentscheidungen werden sorgfältiger vorbereitet, Projekte konkreter ausgearbeitet und Gespräche deutlich zielgerichteter geführt. Das schafft eine solide Basis für nachhaltiges Wachstum in den kommenden Jahren.
Gerade im internationalen Umfeld beobachten wir, dass sich Entscheidungszyklen verkürzen und der Fokus stärker auf zukunftssichere, skalierbare Lösungen gelegt wird. Kunden suchen weniger nach kurzfristigen Effekten, sondern nach Systemen, die langfristig Bestand haben und mit ihrem Geschäft mitwachsen können.
Mit der Einführung unseres neuen Lagersystems Hexxabotics schlagen wir in diesem Kontext ein neues Kapitel auf. Ich sehe hier großes Potenzial für unterschiedlichste Einsatzbereiche – insbesondere dort, wo Flexibilität, Modularität und schnelle Anpassungsfähigkeit entscheidend sind. Hexxabotics adressiert genau diese Anforderungen und eröffnet neue Möglichkeiten für automatisierte Intralogistiklösungen, die sich wirtschaftlich und technologisch weiterentwickeln lassen. Auf der LogiMAT in Stuttgart werden wir erstmals zeigen, wie dieses System in der Praxis Mehrwert schafft.
Ein Thema, das nahezu jedes Kundengespräch prägt, ist und bleibt der anhaltende Personalmangel. Auch 2026 wird sich daran wenig ändern. Für mich ist klar: Automatisierung ist längst kein optionaler Trend mehr, sondern eine grundlegende Voraussetzung, um dauerhaft leistungsfähig, resilient und wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen, die heute in intelligente Automatisierung investieren, sichern sich nicht nur Effizienz, sondern auch Stabilität in einem zunehmend volatilen Arbeitsmarkt.
Mit besonderem Interesse verfolge ich zudem die Entwicklungen rund um humanoide Roboter. Ich gehe davon aus, dass dieses Thema ab Ende 2026 deutlich an Dynamik gewinnen wird, sobald erste Systeme breiter verfügbar sind und den Sprung aus Pilotprojekten heraus schaffen. Sollte sich parallel der Consumer-Markt entwickeln, wird das auch die industrielle Akzeptanz beschleunigen. Für die Intralogistik eröffnet das spannende Perspektiven, insbesondere in Bereichen, die heute noch stark manuell, ergonomisch anspruchsvoll oder personalintensiv sind.
Insgesamt sehe ich 2026 nicht als Jahr schneller Durchbrüche, sondern als ein Jahr, in dem entscheidende Weichen gestellt werden. Technologische Grundlagen, neue Systemansätze und strategische Investitionen werden den Rahmen für die nächste Phase der Intralogistik definieren – im DACH-Raum ebenso wie international.
Kontaktieren Sie mich gerne um uns hierüber auszutausen!